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Veröffentlicht am 17. April 2026

Provenienzforschung zu Sammlung des Klostermuseums

Die Provenienzforschung ist eine wichtige Aufgabe für alle Museen und Sammlungen. Sie fragt danach, wo die Werke herkommen, wer sie früher besass und unter welchen Umständen sie in eine Sammlung gelangten. Provenienzforschung ermöglicht es, historische Zusammenhänge sichtbar zu machen und die Geschichte der Objekte bis in die Gegenwart nachzuzeichnen.

Ein besonderes Augenmerk gilt denjenigen Kulturgütern, die in problematischen historischen Kontexten erworben wurden. Dazu gehören insbesondere Werke, die zur Zeit des NS-Regimes Eingang in die Sammlungen fanden. Provenienzforschung soll solche Kunstwerke identifizieren, einordnen und transparent kommunizieren.

Das Museum Kloster Sankt Georgen nimmt diese Aufgabe für seine Museumssammlung wahr. Es tut dies im Rahmen einer umfassenden Strategie des Bundesamts für Kultur und in enger Abstimmung mit den anderen Bundesmuseen. Die Provenienzforschung ist heute fester Bestandteil der Museen des Bundes, verankert in ihrem Auftrag.

Bisherige Arbeiten

Die Provenienzforschung des Bundes begann 1998 mit einem Grundlagenbericht zu den Museen und Sammlungen der Eidgenossenschaft. Für die Sammlung des Klostermuseums wurden die Provenienzrecherchen im Jahr 2018 vertieft und aktualisiert. Die Ergebnisse dieser Arbeiten sind publiziert und bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Forschung.

Laufende Arbeiten

Provenienzforschung ist ein fortlaufender Prozess. Neue Archive und Quellen werden erschlossen, bestehende Informationen neu bewertet und Fragestellungen weiterentwickelt. Auch die Ergebnisse anderer Forschungsprojekte fliessen ein. Vor diesem Hintergrund werden die bisherigen Erkenntnisse zur Sammlung des Klostermuseums derzeit überprüft und aktualisiert. Ein neuer Statusbericht ist Ende 2026 vorgesehen.

Archive und Forschungsmöglichkeiten

Das Museum Kloster Sankt Georgen betreut ein Archiv, das Dokumente seit der Übernahme der Klosteranlage 1926 durch den Bund enthält. Es handelt sich um Sitzungsprotokolle, Inventare, Korrespondenz, Dokumente zu den baulichen und denkmalpflegerischen Massnahmen, wissenschaftliche Berichte etc. Dieses Archiv wird im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen auch externen Forschenden zugänglich gemacht.
Ältere Archivalien zur Geschichte der Klosteranlage sind vor allem in den Staatsarchiven in Zürich und Schaffhausen sowie im Stadtarchiv von Stein am Rhein zu finden. Für weiterführende Informationen steht das Museum Kloster Sankt Georgen gerne zur Verfügung.

Dokumente: